Über uns » Vereinsgeschichte

Vereinsgeschichte

Aus der Arbeit des Umweltvereins Herzberg

Die ersten Jahre des Vereins waren die Ereignisreichsten.

Sommer '86, Gründung der Bürgerinitiative "Anlieger der Fa. Homanit".

In Herzberg stank es seit 1985 nach Schwefelwasserstoff, der von der neuen Kläranlage der Fa. Homanit freigesetzt wurde. Das Wohnumfeld der Fa. und die dort lebenden Menschen wurden stark beeinträchtigt. Es wurden Beschwerden bei der Fa., der Gewerbeaufsicht und der Verwaltung der Stadt vorgetragen aber von den Beteiligten nicht mit dem notwendigen Nachdruck verfolgt.

Ziel der Bürgerinitiative war es die betroffenen Anlieger der Fa. zusammen zu bringen, um gemeinsam gegen diese unzumutbare Belästigung und gesundheitlichen Beeinträchtigung vorgehen zu können.

November '86, Gründung des Vereins für Umweltschutz Herzberg e.V.

Die Bürgerinitiative bekam starken Zuspruch aus der Bevölkerung. Die Mitglieder wollten sich nicht nur gegen die Geruchsbelästigungen der Fa. Homanit wenden, sondern auch andere Ziele im Interesse der Herzberger Bevölkerung verfolgen.

Ziele/Aufgaben des Umweltvereins in den ersten Jahren:

  1. Analyse der Luftverunreinigungen in Herzberg
  2. Klärung des Zustandes des Juessee
  3. Analyse und Verbesserung der Verkehrssituation in Herzberg

Zu diesen Themen wurden im März '87 die folgenden drei Arbeitskreisen gebildet:

  1. AG Luft
  2. AG Juessee
  3. AG Verkehr und Umwelt

Hier einige Aktivitäten des Verein in den letzten 25 Jahren

  • 2000 Unterschriften wurden gegen die Geruchsbelästigungen im Umkreis der Fa. Homanit gesammelt.
  • 500 Anlieger der Fa. wurden zu ihren gesundheitlichen Beschwerden befragt. Die Ergebnisse der Befragung werden ausgewertet und bekannt gemacht.
  • Der Umweltausschuss des Landes Niedersachsen beschäftigt sich mit den Problemen in Herzberg. Eine Kleine Anfrage im Nieders. Landtag gab Antworten auf einige Fragen die in Herzberg von der Bevölkerung gestellt wurden. Eine Luftmessstation wird für Herzberg gefördert. Gespräche des Vertreter des Umweltschutzvereins mit den Niedersächsischen Umweltminister Remmers CDU in Sieber.
  • LÜN-Meßstation wird 1987 in Herzberg in Betrieb genommen. Luftschadstoffmessungen werden durchgeführt und ausgewertet.
  • Zweit öffentliche Genehmigungsverfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz werden bei der Fa. Homanit mit der Beteiligung von 2000 Einwandern durchgeführt.
  • Die Wohnbevölkerung wird in Informationsveranstaltungen und mit Informationsmappen über ihre Rechte gegenüber der Fa. Homanit aufgeklärt Strafrechtliche, privatrechtliche und steuerliche Konsequenzen werden dargestellt.
  • Es werden Anlieger der Fa. bei privatrechtlichen und strafrechtlichen Vorgehen gegen die Fa. Homanit beraten.
  • Gespräche mit Fachleuten, Politikern und Vertretern von Behörden werden geführt.
  • Die Presse, der Hörfunk und das Fernsehen berichten über die Ereignisse in Herzberg. In Herzberg haben Anlieger der Firma Schilder aufgestellt z.B. "Hier Stinkt es" oder "Gestank macht krank".
  • Der Arbeitskreis Luft arbeitet mit dem Arbeitskreis Luft und Umweltrecht des Landesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) zusammen.
  • Es werden Informationen zum Zustand des Juessee und seiner Zuläufe gesammelt, veröffentlicht und ausgewertet.
  • Die verschiedenen Nutzungsinteressen werden analysiert.
  • Ein wissenschaftliches Gutachten wird gefordert, um den Zustand des Sees und mögliche Entwicklungen seines Zustandes sowie Pflegemaßnahmen beurteilen zu können.
  • Gespräche mit Fachleuten, Politikern und der Verwaltung werden geführt.
  • Pressearbeit wurde betrieben und praktische Pflegemaßnahmen durchgeführt (Müllsammeln am Eichelbach und am Juessee).
  • Das wichtigste Ziel war die Erstellung eines Gutachten. Dieses Ziel wurde erreicht und die Stadt hat nun einen Pflegeplan zum Schutz des Sees in der Hand.
  • Im Sommer'87 wird eine große Fahrraddemo (300 Teilnehmer) von Herzberg nach Pöhlde organisiert und durchgeführt, um auf die Situation der Radfahrer aufmerksam zu machen. Die Demonstranten fordern den Bau von Radwegen.
  • Es werden die Radwegeverbindungen in und um Herzberg untersucht.
  • Eine Ausstellung zu den mangelhaften Radwegeverbindungen in Herzberg wird vorbereitet und in der Sparkasse präsentiert.
  • Erste Sofortmaßnahmen zu den Radwegeverbindungen werden durchgesetzt.
  • Es werden Pläne für ein Radwegenetz entwickelt und den Parteien und der Verwaltung vorgestellt.
  • Gegen den "s-förmigen" Fußgänger- und Radfahrtunnel an der Bahnüberquerung im Bereich Kastanienplatz/Aue werden die Bürger mobilisiert. Eine Änderung der Pläne wird durchgesetzt.
  • Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages kommt nach Herzberg auf Drängen des Herzbergerumweltvereins und beschäftigt sich mit den Folgen der beschädigten Fußgängerbrücke. Der Petitionsausschuss sagt der Stadt zusätzliche Mittel für den Bau eines neuen Fuß-Radwegetunnels zu.
  • Es werden Befragungen (etwa 160 Haushalte wurden befragt) zu Verkehrsberuhigungen (Tempolimit und bauliche Veränderungen von Nebenstraßen) durchgeführt. Für die Lönsstraße und andere Straßen werden Vorschläge erarbeitet und die ersten Tempo 30 Zonen in Herzberg angeregt.
  • Die Bevölkerung wurde über die Ergebnisse der Unternehmungen informiert. Vorschläge wurden mit den betroffenen Anliegern erörtert.
  • Es wurden Gespräche mit Fachleuten, Vertretern von Parteien und der Verwaltung geführt.
  • Der AK Verkehr und Umwelt arbeitete bei einigen Projekten mit dem VCD Kreisverband Osterode zusammen.
  • Aktionstag zur Verkehrsberuhigung in Pöhlde.
  • Informationsveranstaltung zu den gesundheitlichen Folgen der Luftverschmutzung in Herzberg mit Dr. W. Baur, Umweltmediziner
  • Luftschadstoffwerte der Messstation in Herzberg u.a. die Ozonwerte werden auf drängen des Umweltverein regelmäßig im Harz Kurier veröffentlicht.
  • Messwerte werden ausgewertet, die Herkunft untersucht und interpretiert.
  • Der ehemalige Geschäftsführer des Fa. Homanit kann durch das Zahlen von 17 000,00DM zu den Gunsten der Staatkasse/von Umweltschutzverbänden, die Eröffnung eines Strafferfahrens wegen des Verstoßes gegen Genehmigungsauflagen gegen sich abwenden.
  • Privatrechtliche Klagen wegen Körperverletzung gegen die Fa. Homanit haben Erfolg. Es kommt zur Zahlung von Schmerzensgeldern an Anlieger.
  • Aktion zur Sperrung des Marktplatzes für den Autoverkehr Vorschläge zur Umgestaltung des Marktplatzes werden öffentlich diskutiert.
  • Informationsveranstaltung zum Autoverkehr früher und heute
  • Die Diskussion um den Bau einer Umgehungsstraße und die Stellung des Vereins zu einen solchen Bauvorhaben belastet die Vereinsarbeit und die Vorstandsarbeit. Die Mehrheit der Mitglieder spricht sich für den Ausbau der Umgehungsstraße aus, ein Teil des Vorstandes und der Mitglieder sind dagegen.
  • Die Arbeit des Umweltschutzvereins wird von der AOK Osterode mit dem Gesundheitspreis geehrt.
  • Der öffentliche Nahverkehr und sein Ausbau wird von Verein gefordert und in einem Arbeitskreis "Citybus" gegenüber der Stadt vertreten. Ein Probebetrieb wird auch auf Anregung des Vereins durchgeführt und von der Stadt finanziert, jedoch nach wenigen Monaten eingestellt.
  • 1994 wird das Gutachten zu Schwermetallbelastung im Landkreis Osterode von Herrn Menge beim Landkreis eingesehen und kopiert.
  • Informationsversammlungen und Gespräche mit der Verwaltung bzw. Vertretern von Parteien zu der möglichen Belastung durch Dioxine und Furane im Bereich des Landkreises.
  • Der Verein last sich von Fachleuten/ Gutachtern zur Schwermetallbelastung im Landkreis beraten.
  • Der Verein weist die Gemeinden auf notwendige Vorsorgemaßnahmen zur Gefahrenabwehr in Folge der Schwermetallbelastungen hin.
  • Herr Menge hält bei Vereinen, in Kindergärten und bei Parteiversammlungen Referate zum Thema Luftverschmutzung und zur Schwermetallbelastung im Landkreis Osterode.
  • Informationsversammlungen zum Thema Lärmschutz entlang der B 27/B243 sowie Unterschriftensammlungen und sammeln von Einwendungen zu den geplanten Schallschutzmaßnahmen werden organisiert. Einwende des Vereins können einige wichtige Nachbesserungen (Undeklarierung von Nutzgebieten im Bebauungsplan, Verlegung des Fußweges) bewirken.
  • Teilnahme an Sitzungen des Umwelt- und Verkehrsausschusses der Stadt Herzberg.
  • Im Lebensqualitätatlas, veröffentlicht im Focus, schneidet der Landkreis Osterode schlecht ab. In den statistischen Berichten des Landes Niedersachsen fällt der Landkreis wegen der hohen Todesrate mit der Todesursache Krebs auf. Der Verein fordert den Landkreis auf nach den Ursachen zu forschen.
  • Der Verein regt die Bildung eines Arbeitskreises Umwelt und Gesundheit an. Es entsteht ein Arbeitskreis der Kreisärzteschaft in dem Vertreter von Umweltvereinen und Umweltverbänden mit Ärzten aus der Region zusammenarbeiten um Umweltbelastungen und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit der Kreisbewohner zu diskutieren. Er werden mehrere Informationsveranstaltungen des Arbeitskreises zum Beispiel zur Luftbelastung, Bodenbelastung, Verkehrsbelastung und Innenraumbelastung und ihren möglichen gesundheitlichen Auswirkungen durchgeführt.
  • Informationsversammlung zum Gesamtverkehrsplan der Stadt Herzberg
  • Teilnahme am Raumordnungsverfahren Umgehungsstraße B27/B243.
  • Nach einer Veröffentlichung des Focus "Noch keiner Tod umgefallen" am 3.8.98 zum Thema Schwermetallbelastung im Landkreis Osterode, begleitet der Verein (J. Menge) eine heftige öffentliche Diskussion über die mangelhafte Informationspolitik des Landkreises und die gesundheitlichen Gefahren der Schwermetallbelastung insbesondere für Kleinkinder in den besonders betroffenen Gebieten.
  • Am 12.8.98 berichtet das Fernsehen des NDR 45 Minuten zum Thema " Auf Blei gebaut.." in N 3 Aktuell.
  • Zweiter Focusbericht am 17.8.98 zum Thema "Gift und Galle".
  • Auf drängen des Vereins werden Blutuntersuchungen bei Kindern in Bad Grund vom Gesundheitsamt durchgeführt.
  • Der Boden von Kinderspielplätzen wird auf drängen des Umweltvereins in der Gemeinde Bad Grund auf Schwermetalle untersucht. Einige Spielflächen werden anschließend wegen zu hohen Schwermetallbelastung geschlossen bzw. saniert.
  • Wiederaufnahme der Arbeit des Arbeitskreises "Citybus" der Stadt Herzberg aus betreiben des Vereins, mit der Absicht eine innerstädtische Buslinie zu verwirklichen. Dies scheitert am politischen Willen die nötigen Mittel im Haushalt dafür bereit zustellen.
  • Mitarbeit in den Arbeitsgruppen des Forums Agenda 21. Der Verein setzt sich für die Fortführung der Arbeit das Agendaforums ein, als die neue politische Kraft in der Stadt die hauptamtliche Stelle nach dem ersten Jahr streichen will.
  • Im Jahr 1999 werden die Schallschutzmaßnahmen an der B 27 der Bevölkerung vorgestellt. Einige Vorschläge des Vereins wurden aufgegriffen und eingearbeitet.
  • Statt eines Bürgerbus-Projekt plant die Stadt den Busbetrieb innerhalb der Stadt im Rahmen des vorhandenen öffentliche zu verbessern. Der Verein ist bei der Planung beteiligt. Eine bessere Einbindung der Innerstädtischen Busstrecken ins Regionale Busnetz wird vom Betreiber der Buse umgesetzt.
  • Die Fa. Homanit plant den Durchfahrbetrieb für die Fertigung. Bei einer laufenden Überprüfung der Geruchsemissionen soll Nachbesserungsbedarf bestehen.
  • Passiver Lärmschutz wird seit dem Jahr 2000 entlang an der B 27/243 in Form von Schallschutzfenstern und Lüftern in den Häusern eingebaut. Der Verein berät Anlieger.
  • Im Sommer 2001 wurde der Juesee wegen der Blaualgenblüte für einige Zeit für den Badebetrieb gesperrt.
  • Am 12.3.2002 Informiert der Verein über die Blaualgenproblematik des Juessee. In den Sommermonaten des letzten Jahres kam es zu einer erheblichen Eintrübung des Juesees. Gesundheitliche Beeinträchtigungen von Badegästen sind nicht ausgeschlossen. Der Verein Informieret die Bevölkerung über die örtliche Presse und das Internet.
  • Gemeinsam mit der Agenda 2000 fand eine Informationsveranstaltung mit dem Dipl. Biologen Herr Hartmann zum Zustand des Juessees statt. Es werden der Stadt Vorschläge zur Wasserbewirtschaftung im Sommer unterbreitet.
  • Homanit stellt einen Antrag auf Erhöhung der Geruchsgrenzwerte für den Durchfahrbetrieb. Der Verein unterstützt  Anlieger die sich dagegen zur Wehr setzen wollen.
  • Das Gewerbeaufsichtsamt  hat die Grenzwerte für die Geruchsemissionen beim Durchfahrbetrieb der Fa. Homanit um 15% heraufgesetzt. Anlieger klagen und werden vom Verein unterstützt. Die Bez. Reg. Erteilt 2004 einen ablehnenden Bescheid.
  • Der Umweltverein schafft Messgeräten für das Erfassen von Radioaktivität, Elektrosmog und Lärm an.
  • Mitglieder und interessierte Bürger werden zum Thema Felder, Wellen, Strahlen und mögliche Belastungen in Raum Herzberg auf Veranstaltungen in den Jahr 2005 und 2006 von Hubert Gieseler informiert.
  • Hubert Gieseler führt eigene Messungen zum Thema Felder, Wellen und Strahlen in Herzberg durch.
  • 16.3.2006 Der Verein greift das Thema Energiewende auf und informiert über die Probleme der langfristigen Versorgung mit fossilen Energieträgern und den neuen Nutzungsmöglichkeiten der alternativer Technologien.
  • Schallschutz an der B 27/B243 wurde abgeschlossen.
  • 22.3.2007 Informationsveranstaltung über elektrisch und magnetische Strahlen und Felder.
  • Die Feinstaubbelastung durch Schwerlastverkehr in Herzberg ist erhöht.
  • 5.3.2008 berichte Jürgen Menge um mögliche regionale Auswirkungen des globalen Klimawandels und Hubert Gieseler über die Feinstaubrichtlinie der EU und mögliche rechtliche Folgen für die Kommunen.
  • Der Verein für Umweltschutz spendet dem Gymnasium Herzberg Messgeräte für den Unterricht zur Messung von Feldern, Strahlen und Wellen.
  • Zur Gestaltung der Fuß- und Radwege im Bereich der L521 Brücke über die Sieber macht der Verein 2010/2011 Vorschläge in einem Beteiligungsverfahren.
  • Erörterungstermin zum Ausbau der Hüttuferstraße und Lückenschluss des Radweg im Zuge der L 251 7.6.2011

Über uns

Fotos