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Interessen der Gemeinden prallen aufeinander

Raumordnung für neue Bundesstraße 243

Herzberg (of). lm Raumordnungsverfahren für den Neubau der Bundesstraße 243 von Herzberg Richtung Nordhausen wird sich die Stadt Herzberg bei der Stadtumgehung aus Richtung Aschenhütte westlich und südlich um Herzberg herum für jene Trassenvariante aussprechen, die eine Kombination aus den Trassen 4 und 5 darstellt. Eine entsprechende Empfehlung gab gestern der Umwelt- und Verkehrsausschuß des Rates der Stadt mit der Mehrheit seiner SPD-Mitglieder ab. Auch die SPD-Mitglieder im Ortsrat der Ortschaft Scharzfeld schlossen sich in dieser gemeinsamen Sitzung der beiden Gremien dem Mehrheits-Votum der SPD an.

Die CDU war sowohl im Fachausschuß des Rates als auch im Ortsrat für Vertagung. Begründet wurde der Vertagungsantrag einerseits mit dem Hinweis, auf die erst gestern abend stattgefundene Fraktionssitzung, andererseits mit dem Wunsch der CDU, mit den Nachbar-Gemeinden Hörden und Elbingerode und mit dem Landkreis Osterode einen Konsens über einen gemeinsamen Trassenvorschlag in diesem Raumordnungsverfahren herzustellen.

Die SPD, die den Beschlußvorschlag der Verwaltung durch einen eigenen Antrag teilweise modifiziert hatte, blieb bei ihrer Meinung, daß die Herzberger Gremien in erster Linie Herzberger Interessen zu vertreten hätten. Bernhard Reuter wies auf die vom Elbingeroder Gemeinderat bereits erhobenen Maximalforderungen hin, die in Herzberg so nicht akzeptiert werden könnten und kündigte Konfliktstoff auch an der Nahtstelle Herzberg/Bad Lauterberg an.

 

Aus dem Harz Kurier vom 30. September 1997

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