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Elektromagnetische Felder

Elektromagnetische Felder, umgangssprachlich auch Elektrosmog genannt, werden unterteilt in elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder.  Da sich die Diskussion um die Gesundheitsgefährdung solcher Felder auf nieder- und hochfrequente elektrische und elektromagnetische Felder (sog. Wechselfelder) beschränkt, soll auch nur auf diese eingegangen werden.

Niederfrequente elektrische Wechselfelder entstehen im Bereich  von Hochspannungsleitungen, von elektrischen Leitungen im Arbeits- und Wohnbereich (vor allem Steckdosen), von Elektrogeräten und von Bildschirmen. Hochfrequente elektromagnetische Wechselfelder werden z.B. entstehen durch den Betrieb von Mobilfunkanlagen,  Handys, schnurlosen Telefonen und Mikrowellenherden. Sie werden auch durch Bluetooth- und WLAN-Netze erzeugt.

Jeder Einzelne kann sich gegen die Nutzung eines Handys oder die Verwendung von Mikrowellenherde und schnurlosen Telefonen entscheiden und so die Belastung im eigenen Haushalt vermeiden. Es gibt auch Möglichkeiten zur Verringerung niederfrequenter Wechselfelder innerhalb der Wohnung. Keinen Einfluss hat man jedoch in der Regel auf die Mobilfunkanlagen und die Hochspannungsleitungen in seiner mittelbaren oder gar unmittelbaren Nachbarschaft. Nachbarklagen zu diesem Thema wurden in der Regel zugunsten der Mobilfunkbetreiber entschieden. Denn der eindeutige wissenschaftliche Nachweis einer Gesundheitsgefährdung durch „Elektrosmog“ ist - zumindest bislang - nicht gelungen.

„Elektrosmog“ soll im Verdacht stehen, Zellschädigungen durch die eindeutig nachgewiesene thermische Wirkung zu erzeugen und das Nervensystem funktional zu beeinflussen. Es ist wahrscheinlich, dass einige Menschen empfindlich auf derartige Felder reagieren und zwar mit unterschiedlichen Symptomen. Eine Untersuchung in der Stadt Naila, Oberfranken, hat statistisch ergeben, dass ein zahlenmäßiger Zusammenhang zwischen der Nähe zu einem Mobilfunksender und der Zahl der Krebserkrankungen besteht. Es war eine deutliche Zunahme bei den Personen festzustellen, die in einem Umkreis von weniger als 400 m wohnten gegenüber der Vergleichsgruppe außerhalb dieses Bereiches. Ein Kausalzusammenhang ist damit jedoch wissenschaftlich nicht bewiesen.

Auch in Herzberg gibt es nicht nur Handy-Nutzer sondern auch - zwangsläufig -  Mobilfunk-Basisstationen (siehe beiliegende Karte). Für den einzelnen Handy-Nutzer wirkt sich die rel. hohe Dichte von Basisstationen eher positiv aus, weil die typischer Weise am Körper getragenen Handys eine geringere Sendeleistung benötigen. Sind die Basisstationen in großer Entfernung, wie z.B. in den weniger dicht besiedelten Gebieten des Harzes, wo sich ein dichtes Netz nicht lohnt, wird die Sendeleistung des Handys um ein Vielfaches höher sein.

Auch die Sendeleistung schnurloser Telefone ist denen der Handys vergleichbar. Sie besitzen jedoch noch einen weiteren Nachteil: Die Hauptstation ist permanent in Betrieb und erzeugt damit ein beständiges elektromagnetisches Wechselfeld. Hier hat der Markt jedoch reagiert und bietet verschiedene strahlungsarme Modelle an, die dann allerdings eine geringere Sendeleistung besitzen.

Viele Länder haben Grenzwerte festgelegt, um Schäden durch eine thermische Schädigung beim Menschen zu vermeiden. In Deutschland sind diese Grenzwerte in der Verordnung über elektromagnetische Felder in der 26. Bundesimmissionsschutz-Verordnung (BImSchV) festgelegt. Diese Werte werden durch die hier zugelassenen Mobiltelefone und Haushaltsgeräte i.d.R. deutlich unterschritten. Ob damit gesundheitliche Risiken ausgeschlossen werden, ist jedoch nicht garantiert, weil insbesondere Langzeitwirkungen nur unzureichend untersucht sind.