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Schlechte Luft in Teilen von Niedersachsen

EU-Studie stellt hohe Stickstoffdioxid-Werte fest

HANNOVER. In Teilen Niedersachsens herrscht dicke Luft - wegen zu hoher Stickstoffdioxid-Werte in etlichen Städten könnte dem Land Ärger mit der EU drohen.

Das Umweltministerium hält es für aussichtslos, die ]ahresgrenzwerte bis 2011 einhalten zu können und will bei der EU eine Verlängerung bis 2015 erreichen. "Wir müssen auf Autos einer neuen Generation warten", sagte Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) in Hannover. Der Schadstoff Stickstoffdioxid entsteht vor allem auch durch den Straßenverkehr.

Heute ist ein Treffen mit Vertretern aus acht betroffenen Kommunen im Ministerium geplant, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Überhöhte Schadstoffe gibt es in Braunschweig, Hannover, Burgdorf, Hameln, Osnabrück, Göttingen, Hildesheim und  dem Kreis Osterode. Das sagte eine Sprecherin nach einem entsprechenden Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".

In den betroffenen Städten wird die Luftqualität mit Verkehrsmessstationen überwacht. Der einzuhaltende Jahresgrenzwert nach einer EU-Richtlinie liegt bei 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft.

Minister Sander (FDP) erklärte, er gehe davon aus, dass er Strafzahlungen der EU abwenden könne. Die bisherigen Luftreinhalte-Maßnahmen in den Kommunen reichten aber nicht aus. Auch die Umweltzone sei wirkungslos. Die Städte müssten ihre kommunale Flotte - dabei vor allem Lastwagen - so schnell wie möglich "auf Gas oder andere Antriebstechniken" umstellen, forderte Sander. Die Sprecherin des Umweltministeriums nannte als eine weitere Vorkehrung etwa die grüne Welle bei den Ampelschaltungen in den Städten. Zudem hoffe man, dass sich im Jahr 2015 die Auto-Technik verbessert habe und der Schadstoff-Ausstoß zurückgehe.

 

Aus dem Harz Kurier vom 27. Mai 2010

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