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Grenzwert überschritten

Ozon

HANNOVER. Der Ozongehalt in der Luft hat am Montag in Südniedersachsen erneut die kritische Grenze von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter erreicht. Dieser Wert wurde am Nachmittag unter anderem auf dem Wurmberg im Harz, bei Goslar und im Solling überschritten, wie des Landesamt för Ökologie mitteilte. In den nördlichen Gebieten lagen die Werte zwischen 120 und 150 Mikrogramm pro Kubikmeter. Für Montag abend rechnete das Landesamt in Niedersachsen mit durchschnittlich 200 Mikrogramm. Bei anhaltenden Temperaturen würden die Ozonwerte in den nächsten Tagen weiter ansteigen.

Des giftige Gas Ozon kann vor allem bei starken körperlichen Anstrengungen im Freien Rachen und Hals reizen, Augenbrennen oder Aternnot verursachen. Bodennahes Ozon bildet sich unter Einfluß von Sonnenlicht aus Stickoxiden und Kohlenwasserstoffen die aus Autoabgasen und der Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle und Gas stammen. Ozon ist der Hauptbestandteil des jährlich wiederkehrenden "Sommersrnogs".

Die Fraktionsvorsitzende von Bündnis '90/Die Grünen, Andrea Hoops forderte Umweltministerin Monika Griefahn (SPD) auf, sie solle den niedersachsischen Warnwert an das geänderte Meßverfahren der Bundesregierung anpassen. Die Meßwerte von heute lagen um 17 Prozent unter den eigentlichen Ozonwerten. 180 Mikrograrnrn von 1996 entsprächen etwa 210 Mikrograrnm von 1994. (lni)

 

Aus dem Harz Kurier vom 23. April 1996

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Ozon-Konzentration

19. Mai 1993, 16:00 Uhr
Herzberg, Station HGCC

Einstundenmittelwert: 155
Höchster Einstundenmittelwert des Vortages: 195

21. Mai 1993, 16:00 Uhr
Herzberg, Station HGCC

Einstundenmittelwert: 44
Höchster Einstundenmittelwert des Vortages: 193

Meßwerte in Mikrogramm pro Kubikmeter

Vorsichtsmaßnahme

Bei Ozonkonzentrationen von über 180 Mikrogramm pro Kubikmeter als Einstundenmittelwert wird empfohlen: Personen, die erfahrungsgemäß gegenüber Luftschadstoffen empfindlich reagieren, sollten körperliche Anstrengungen im Freien vermeiden.