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Es wird wärmer, und dann?

Die Auswirkungen des Klimawandels in Niedersachsen werden systematisch erforscht

HANNOVER. Dass sich das Klima in Niedersachsen verändern wird, daran haben Wissenschaftler keinen Zweifel. Um 1,4 Grad Celsius, das zeigen die Aufzeichnungen, ist die mittlere Jahrestemperatur bereits in den vergangenen 50 Jahren in dem norddeutschen Bundesland gestiegen.

Welche Folgen ergeben sich daraus für Harz, Heide und ostfriesische Inseln? Wie geht das Land, mit den ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkrungen des Klimawandels um? Mit diesen Fragen werden sich Wissenschaftler im Auftrag des Landes in den kommenden fünf Jahren beschäftigen.

13,6 Millionen Euro stellt die Landesregierung für den Forschungsverbund "Klimafolgenforschung - Szenarien für die K1imaanpassung" zur Verfügung, der diese Woche aus der Taufe gehoben wurde. "Der Klimawandel ist bereits heute regional bei uns spürbar", sagt Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU). "Wir würden es uns daher zu leicht machen, wenn wir den Fokus nur auf die weltweiten Prozesse richteten."

An dem Projekt beteiligt sind Wissenschaftler von 21 Universitäten und Forschungseinrichtungen. Geleitet wird der Forschungsverbund von Prof. Dr. Friedrich O. Beese von der Universität Göttingen.

Abgedeckt werden vier Themen, die für Niedersachsen im Zusammenhang mit dem Klimawandel besonders bedeutend sind: Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft und Küstenschutz. Für sie wollen die Forscher Methoden entwickeln, mit denen die zu erwartenden Veränderungen erfasst und bewertet werden können.

 

Aus dem Harz Kurier vom 02. April 2009
von Peter Ketteritzsch

  

Hintergrund

Szenarien für die Regionen fehlen

Wissenschaftler sagen für Niedersachsen mildere und feuchtere Winter sowie heiße und trockene Sommer voraus. Der Meeresspeigel wird nach jüngsten Berechnungen um etwa einen halben Meter steigen. Genaue Szenarien für den Klimawandel und seine Folgen in den verschiedenen Regionen fehlen bislang. (ket)